21. August 2019

Transparenz der Bedürfnisse

Dr. Peter Aschenbrenner zeigt mit dem Maslow-Modell, wie Führungskräfte für sich selbst oder Mitarbeiter bedeutende Erkenntnisse bekommen können

Bedürfnisse sind individuell – wer das für sich als Führungskraft erkennt und nutzt, wird seiner Verantwortlichkeit wirksamer und erfolgreicher nachgehen können. „Ich arbeite sehr gerne mit dem Modell von Maslow. Besonders im Business-Kontext agieren wir heterogen und schwer einschätzbar, deshalb ist es hier umso elementarer, sich der eigenen Bedürfnisse und auch der der Mitarbeiter bewusst zu werden“, erklärt Dr. Peter Aschenbrenner.

„Zunächst möchte ich eines klarstellen: Das Modell ist nicht veraltet – im Gegenteil, es ist sehr aktuell und hilfreich“, betont der Experte für Klarheit im Business. Weiter sei anzumerken, dass es sich nicht wie angenommen um fünf Kriterien handelt, sondern um sechs – also um die psychologischen Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, sozialen Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, Selbstverwirklichung und Transzendenz.

Um einen praktischen Blick auf das Modell im Business-Kontext zu werfen, zeigt Dr. Peter Aschenbrenner, welche möglichen Aspekte jeweils hinter den Bedürfnissen stehen und erfüllt werden möchten: „Psychologische Bedürfnisse können zum Beispiel kostenlose Getränke und Gleichbehandlung der Geschlechter sein. Bei den Sicherheitsbedürfnissen kann es sich um einen unbefristeten Arbeitsvertrag und keine Change-Programme in den nächsten fünf Jahren handeln. Soziale Bedürfnisse sind unter anderem ein netter Kollegenkreis und ein regelmäßiger Austausch mit der Führungskraft.“

Als Individualbedürfnisse können zum Beispiel Erfolg und Unabhängigkeit gelten. Die Selbstverwirklichung wiederum kann beispielsweise in der Position des Projektleiters oder der Selbstständigkeit als Künstler gefunden werden. „Die Transzendenzbedürfnisse helfen dabei, über sich hinauszuwachsen und Teil von etwas Großem zu werden. Je nach Mitarbeiter können die Aspekte der Bedürfnisse variieren – wichtig ist, dass Sie sich als Führungskraft für sich selbst und für Ihre Mitarbeiter über die Bedürfnisse bewusst werden, nur so kann Führung einen passenden, individuellen Rahmen für jeden Mitarbeiter bieten“, schließt Aschenbrenner, der viele weitere Führungsimpulse in seinem neuen Buch festgehalten hat.

Das Buch ‚Jammern stand nicht im Vertrag‘ ist ab sofort bestellbar unter: www.amazon.de/JAMMERN-STAND-NICHT-VERTRAG-Führungskräfte/dp/398201705X/

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